Spielberichte
SV Kaltern ist ein würdiger Meister

Nach sieben Jahren sind die Herrgottskinder wieder im siebten Himmel. Fast auf den Tag genau vor sieben Jahren feierte der SV Kaltern Fiat mit dem Gewinn der Eishockeymeisterschaft der Serie B seinen bis zum 25. März 2008 größten Erfolg in der Vereinsgeschichte.

Am 26. März 2008 bestiegen die Hechte zum zweiten Mal den Thron und sicherten sich den Meistertitel der Serie A2.

Als am 26. März um 23 Uhr im Stadion "Giorgio Cotta Morandini" in Torre Pellice die Schlusssirene ertönte, kannte der Jubel bei Kaltern keine Grenzen. Die Spieler fielen sich in die Arme und drehten unter dem Beifall der rund 2.500 Zuschauer mehrere Ehrenrunden. Der zweite Meistertitel in der Kalterer Vereinsgeschichte war Wirklichkeit. Obwohl sich die Überetscher ins Play-Off zittern mussten, sind sie ein würdiger Meister.

Trainer Brian De Bruyn war ein ausgezeichneter Baumeister und formte aus der bunt zusammen gewürfelten Truppe eine Einheit, die im entscheidenden Moment ihre Bestform abrufen konnte. Der 53-jährige Hollandkanadier, der in Karl Anderlan den perfekten Assistenten hatte, hatte im Dezember 2006 Eric Legros hinter der Kalterer Bande abgelöst und wurde vor einem Jahr bestätigt. Für De Bruyn, der vor genau zehn Jahren seinen ersten und bisher einzigen Italienmeistertitel (Serie B) mit dem SV Ritten feierte, hat die Eishockeyweisheit "Offense wins games, defens wins championship" (Offensive gewinnt Spiele, Defensive Meisterschaften) große Bedeutung.

Schließlich war die Abwehr der Schlüssel zum Erfolg. Thomas Commisso strafte endgültig seine Kritiker Lügen. Der Torhüter war über die gesamte Saison ein sicherer Rückhalt und wuchs in den Play-Offs noch einmal über sich hinaus. Vor ohm mischten Verteidigungsminister Troy Barnes & Co. den richtigen Beton. Für die Gegner gab es gegen die gut positonierte Kalterer Hintermannschaft kaum ein Durchkommen. Der Tscheche Valdemar peikovsky war so Barnes die Beständigkeit in Person. Mathias Lobis ist endgültig aus dem Schatten des Prügelknaben herausgetreten und war als Kapitän für alle ein Vorbild. Sowie Leonhard Rainer, der eine der Entdeckungen des Winters war, spielte Lobis immer wieder seine körperlichen Vorzüge aus und räumte vor dem eigenen Tor ordentlich auf. Matthias Eisenstecken wurde immer wieder durch Verletzungen gebremst, erledigte seinen Job aber mit Bravour.

Im Angriff verfügte Brian De Bruyn über drei ausgeglichene stark besetzte Linien. Armando Chelodi dirigierte den ersten Hechte-Sturm und war mit 77 Punkten auch der beste Skorer seines Teams. Vor allem im Play-Off spielter der 35-jährige Mittelstürmer seine ganze Erfahrung aus und bildete gemeinsam mit Milan Blaha ein brandgefährliches Duo. Nachdem Blaha zuvor drei Mal im Halbfinale auf der Strecke geblieben war, holte er seinen ersten Titel in Italien. Andrea Comencini war als Störenfried unersetzlich. Brian Belcastro war aufgrund seiner Schnelligkeit und Torgefährlichkeit eine Bereicherung, während Alexander Andergassen unermüdlich kämpfte. Pontus Moren konnte nach seiner Verpflichtung im Dezember wichtige Akzente setzten. Der Schwede führte die zweite Linie, erzielte Tore am Fließband und zog am 26. März 2008 48 Sekunden vor dem Ende mit dem Treffer zum 4:1-Endstand einen Schlussstrich under die Erfolgreiche Saison des SV Kaltern Fiat. Armin und Christian Ambach waren die Fixpunkte in der dritten Reihe. Die beiden Brüder spielten vor allem im Defensivverhalten und in Unterzahl ihre Stärken aus und "killten" so mache Strafe. Jürgen Wirth ergänzte sich ausgezeichnet mit den beiden Ambachs und sorgte für viel Schwung.

Rainer Wirth, Martin Felderer, Christian Morandell, Patrick Schweigkofler sowie die jungen Armin Falser, Thomas Waldthaler oder Daniel Florian trugen ebenfalls ihren Teil zum Titelgewinn bei.

Der Star war die Mannschaft!

Auszug aus der Tageszeitung Dolomiten vom 28. März 2008

Der 26. März 2008 war wohl der schönste Tag für die Hechte in dieser Meisterschaft. 
Fotograf Max Pattis hat diesen Moment für die Ewigkeit festgehalten. 

Die Hechte sagen Danke!


So sehen Sieger aus ... von Max Pattis
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